Drop-In-Center Jamestown

Das CFC-Tageszentrum wurde im November 2008 eröffnet. Es bietet täglich bis zu 30 Strassenkindern
die Möglichkeit, sich vom Überlebenskampf auf der Strasse zu erholen. Die Kinder erhalten eine gesunde, warme Mahlzeit,
medizinische Hilfe, psychologische Betreuung und können an verschiedenen Aktivitäten teilnehmen. Dadurch kann CFC diese
Strassenkinder situativ unterstützen und mit ihnen neue Tages- und Lebensperspektiven erarbeiten.

Das CFC-Tageszentrum ist von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr geöffnet.
Die Strassenkinder werden ermutigt früh zu erscheinen, damit sie an den entsprechenden Unterrichtslektionen
und Workshops teilnehmen und so möglichst viel profitieren können. Bei ihrer Ankunft werden die Kinder in einem
Registrationsbuch eingetragen, danach waschen sie ihre Kleider, duschen sich und erhalten frische Kleider
von CFC für den aktuellen Tag. Dies ist sowohl ein äusseres Reinigungsritual, wie auch Teil der Hygieneerziehung.
Danach beginnt für die Kinder der Unterricht, mit je einer Lektion Mathe und einer Lektion Englisch.

Sie können zudem an unterschiedlichen Workshops teilnehmen: Korb flechten, Ketten kreieren, Batik-, Kunst-,
Holz-, sowie Trommel- und Tanzworkshops werden angeboten. Viele Kinder sind sehr müde, weil sie seit früh morgens
unterwegs waren und sich ihr Frühstück erarbeiten mussten. So nutzen sie oft die Möglichkeit, sich an diesem geschützten
Ort auszuruhen und zu schlafen. Einmal pro Woche unterrichten wir Biblische Geschichten und lehren über Gesundheitsthemen
wie Geschlechtskrankheiten, insbesondere Aids und andere. Zwischendurch können sie sich einen Film ansehen oder einfach
spielen. Auf der grossen Wiese hinter dem Tageszentrum können sie sich zudem immer wieder austoben. Einmal wöchentlich
kommt eine Psychologin und arbeitet mit den einzelnen Kindern. In schwierigen Situationen führt sie Gespräche mit ihnen,
zudem begleitet sie die Kinder auf dem Weg zurück zu ihren Familien oder ins Hebron Haus.

Bei ihren zahlreichen „Social Investigations“ besuchen die SozialarbeiterInnen die Angehörigen
der Kinder, schreiben Protokollle über deren Familienhintergründe und halten dabei die Beweggründe fest, die ein Kind
auf die Strasse getrieben hat. Zudem schreiben sie uns eine Empfehlung, ob das Kind bei uns in einem der begleiteten
Wohngemeinschaften oder im Heim aufgenommen werden soll. Die Kinder werden über Monate hinweg beobachtet, betreut und
unterrichtet und dann gemäss einer intern erstellten Kriterienliste beurteilt. Es können verschieden Formen von Hilfestellungen
durchgeführt werden: Unterstützung auf der Strasse, Aufnahme in der Mädchen Wohngemeinschaft oder im Hebron Haus oder
eine direkte Unterstützung in den begleiteten Wohngemeinschaften.

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