«Es ist sehr einfach, Harmonie zu erzeugen»
Besuch aus Afrika
in der Realschule St. Elisabeth in Schaan
Im Rahmen des Afrikatages konnten die Realschule St. Elisabeth Schaan und das Freiwillige 10. Schuljahr Besuch aus Ghana an ihrer Schule willkommen heissen.
Kobna Anan, Kulturbotschafter Ghanas, und Daniela Rüdisüli, Initiantin des Projekts «Chance for Children» in Accra, entführten die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Wege in das ferne Ghana. Kobna Anan verstand es, den Schülerinnen und Schülern durch Musik, Tanz, Gesang und Geschichten Landeskunde auf eine faszinierende Art zu vermitteln.
Mit Witz und Feingefühl gelang es Kobna Anan, dem gespannten Publikum eine Fülle interessanter Informationen aus seiner Heimat zu vermitteln. Äusserst kurzweilig ermöglichte er einen geschichtlichen und kulturellen Einblick, Seiner Aufforderung, mitzusingen und mitzutanzen, kamen die Schülerinnen und Schüler begeistert nach. So könne Harmonie entstehen, lautete seine Botschaft. Harmonie sei (eine wichtige Grundlage für den Frieden auf der Welt. Und die Menschheit brauche Freundschaft und Frieden so dringend. Dass dies Kobna Anan ein wichtiges Anliegen ist. versteht sich aus seinen Auftritten. Durch den persönlichen Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen versucht er die nötigen Brücken zu schlagen und Einblicke in sein Land zu vermitteln, um so ein besseres Verständnis für Afrika zu erreichen. So etwas kann auch durchwegs durch den Magen gehen: Kobna Anans Frau Mansa verwöhnte die Jugendlichen mit einem köstlichen afrikanischen Mittagessen.
Anhand (eines lebensnahen Diaberichts wurde den Schülerinnen und Schüler die Arbeit der Organisation «Chance for Children» vorgestellt. Für die Realschülerinnen und Realschüler war dies eine sehr gute Geleuenheit, mehr über das ProJekt zu erfahren, welches sie im letzten Jahr mit der grosszügigen Hilfe der Liechtensteiner Bürgerinnen und Bürger unterstützt haben. Für die Schülerinnen und Schüler des Freiwilligen 10. Schuljahres bot sich an diesem besonderen Schultag die Gelegenheit für zwei weitere interessante Begegnungen. Luzia Walch arbeitete im Auftrag des LED von 1987 bis 1990 in Zimbabwe. Eindrücklich schilderte sie ihre Erlebnisse aus dieser Zeit. Am Nachmittag befasste sich eine Schülergruppe mit einer typischen afrikanischen Eigenschaft, dem angeborenen Gefühl von Rhythmus. Moris Sow, in Senegal geboren, führte eine Gruppe in die Kunst des Trommelns ein.
Ahmed Barry (19), geboren in Guinea, liebt seit sieben Jahren in Schaan. Er erläuterte den Jugondlichen auf natürliche und spontane Weise, wie er den Spagat zwischen den beiden Kulturen bewältigt. Damit wurde den Jugendlichen ein beeindruckendes Beispiel vermittelt, wie Zusammenleben nur durch Verständnis und Toleranz möglich ist. |