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«Wir fordern längere Pausen!»

Viele Aktionen zum gestrigen Tag der Kinderrechte

 

Afrika-Tag

«Chance for Children»

GHANA - In Accra. der Hauptstadt Ghanas, leben gemäss einem aktuellen Bericht etwas 15'000 Kinder auf der Strasse. Seit 20 Jahren nimmt deren Anzahl ständig zu. Für die Kinder bedeutet das häufig, dass sie für sich selbst sorgen müssen. Sie machen Gelegenheitsarbeiten und schlagen sich mit Betteln und Stehlen durch. «Zur Zeit ermöglicht <Chance for Children> 29 Kindern und Jugendlichen eine schulische oder berufliche Ausbilduno. Wir bezahlen die Kosten für die Schule und die anschliessende BerufsIchre. Daneben geben wir Nachhilfeunterricht, arbeiten mit den Schulen zusammen, suchen den Kontakt mit mögli chen Arbeitgebern und betreuen die jungen Frauen und Männer bei ihrer Arbeit und ihrem Alltag», sagt die gelernte PrimarIehrerin Daniela Rüdisüli.

 

Kindermeinungen

Ronja:
«Mir hat der Afrika-Tag sehr gut gefallen. Ich fand es spannend, die Sitten und Bräuche aus Ghana kennenzulernen. Es war wirklich informativ und ich weiss jetzt auch etwas über die Geschichte dieses Landes», sagt Ronja begeistert. Sie ist Schülerm der Realschule St. Elisabeth in Schaan. «Auf das Schülerparlament am Mittwoch freue ich mich auch schon, Ich finde es gut, dass wir Schüler eine Stimme haben.»

 

Mario:
«Ich habe beim Afrika-Tag gelernt, dass es nicht allen Kindern so gut geht wie uns. Etwas über eine andere Kultur zu erfahren, hat mir gut gefallen», sagt Mario. Er ist zweiter Stellvertreter eines Klassensprechers. «Die Aktion am Mittwoch, dem Tag der Kinderrechte, finde ich super. Wir können in Gruppenarbeit Ideen sammeln, die besten auswählen und abstimmen, weiche wir umsetzen.»

SCHAAN/VADUZ/TRIESEN - Die Arbeitsgruppe «Internationaler Tag der Kinderrechte 2002» hat Unterlagen für die Unter- und Oberstufen zum Thema Mitbestimmung in der Schule ausgearbeitet. Einige Schulen nahmen sich dem Thema an und führten Aktionen durch.
  • Lucas Ebner

Am Dienstag besuchte Kobna Anan mit seiner Frau die Realschule St. Elisabeth in Schaan. Im Rahmen des Afrikatages konnte die Schule ausserdem Daniela Rüdisüli willkommen heissen. Sie ist Initiantin des Projekts «Chance for Children» in Accra. Anan und Rüdisüli entführten die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Wegen in das ferne Ghana. Kobna Anan gelang es, den Kindern durch Musik, Tanz, Gesang und Geschichten Landeskunde auf eine faszinierende Art zu vermitteln. Seiner Aufforderung, mitzusingen und zu tanzen, kamen die Schülerinnen und Schüler gerne nach. «So könnte Harmonie entstehen», lautete Anans Botschaft. «und diese ist eine wichtige Grundlage für den Frieden auf der Welt. Die Menschheit braucht Freundschaft und Frieden so dringend.»

Neben dem Programm mit Kobna Anan informierte Daniela Rüdisüli über die Situation de Strassenkinder in Accra. Sie zeigte den Schülerinnen und Schülern einen Film über das Leben eine Kindes in einem afrikanischen Dorf. Verschiedene Workshop rundeten das Programm ab. Die Schule wird aus diesem Anlass noch eine Hilfsaktion durchführen.

Mitbestimmung an der Schule

Nach einem äusserst gelungenem «Afrikatag» war die Freude auf den gestrigen Tag umso grösser. Das Schülerparlament hatte den ganzen Vormittag zur Verfügung. Es fanden Gruppensitzungen und Plenumsdiskussionen statt. Ziel war es, konkrete Veränderungswünsche anzubringen. «Sie werden wohl einen Cola-Autornaten fordern», sagt Manlio Rizzo grinsend. Er unterrichtet an der Realschule Schaan. «Das Schülerparlament gibt es bei uns seit zwei Jahren. Es gibt Vertreter aller Klassen und einen Schülersprecher. Das Parlament beschäftigt sich hauptsächlich mit der Gestaltung des Aufenthaltsraumes, der Koordination und Gestaltung der Abschlussfeier sowie verschiedener Projekte und Projekttage. Die Idee ist, dass die Schüler einen Einblick in die Demokratie bekommen, Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen tragen. Das Schülerparlament funktioniert sehr gut.»

Klare Forderungen in Triesen

«Wir fordern längere Pausen und die Aufhebung des Kaugummi-Verbots während des Unterrichts!» Unter tosendem Beifall der Mitschüler trugen Kinder im Turnsaal der Priniarschule Triesen ihre Forderungen vor. «Ich sehe diesen Aktionstag, als einen Impulstag», sagt Jörg Biedermann, Schulleiter von Triesen. «Wir werden die Vorschläge auswerten und besprechen. Einige waren wirklich sehr gut. Für mich war es vor allem wichtig, dass die Kinder ihre Meinung äussern konnten. Sie sollen Möglichkeit zur Mitgestaltung bekommen. Es handelt sich schliesslich um ihre Lebens- bzw. Lernwelt,

Die Vorschläge erarbeiteten die Kinder in Gruppen unter der Leitung eines Fünft-Klässlers. Diese wurden bezüglich Gruppenführung geschult und haben diese Aufgabe hervorragend gemeistert. Am gestrigen Tag der Kinderrechte versammelten sich die Schüler im Turnsaal und verkündeten ihre Verbesserungswünsche und Sachen die sie gut, beziehungsweise nicht gut finden. Die Kärtchen mit den Forderungen wurden dann auf Pinnwänden angebracht. «Wir werden jetzt die Auswertung abwarten. Wir sind zwar noch in der Startphase, aber ich persönlich könnte mir gut vorstellen, solche Aktionen regelmässig durchzuführen - vielleicht in Form eines Schülerparlaments». meint Jörg Biedermann.

Zum Abschluss der Aktion tanzten Lehrer und Schüler ausgelassen im Turnsaal. Die ohnehin unglaubliche Stimmung erreichte ihren Höhepunkt.

Sterne in Vaduz

In der Primarschule Ebenholz in Vaduz wurden die gesammelten Kinderrechte in Sternform in der Schule aufgehängt. «Jeder Lehrperson war es besonders wichtig, in den Klassen auf diesen speziellen Tag aufmerksam zu machen», sagt Lehrerin Nora Kieber.

Kinderfilmpremiere in Schaan

Unter der Anleitung von Regisseurin Katja Langenhahn-Schremser und der Liechtensteiner Filmemacherin Isolde Marxer, realisierten Kinder im Primarschuialter einen Film. Die Geschichte handelt von Freundschaft und Zusammenhalt. Anlässlich des gestrigen Tages der Kinderrechte feierte das Werk Premiere im TaK. Den Kindern wurde ein Hauch von Hollywood geboten. Sie fuhren in Limousinen vor und liefen - ganz wie die echten Stars, - über einen roten Teppich ins TaK.

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Am 18. Juli 2011 konnten 8 weitere Mädchen mit einer Hausmutter in das neu gebaute Mädchenhaus in Hebron einziehen.



Erfolgsgeschichten

Inzwischen haben 26 Jugendliche ihre Ausbildung abgeschlossen und führen nun ein selbstbestimmtes Leben.
Hier drei Rückblicke von ehemaligen Strassenkindern.


Bericht in 10vor10

Das Schweizer Fernsehen zeigte am 20. November 2009 in der Sendung 10vor10 einen Bericht über CFC. Bericht als Quicktime Film ansehen.
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