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Gommiswalderin hilft Ghanas Kindern

Die junge Primarlehrerin Daniela Rüdisüli baut in Afrika ein Waisenhaus

Daniela Rüdlsüli, 27-jährige Gommiswalderin und Primarlehrerin, begann Ihre Arbeit in Ghana vor drei Jahren beim IKRK. Seit zwei Jahren betreibt sie mit Ihrem ghanesischen Freund ein Waisen- und Wohnhaus für Strassenkinder und Kinder alleinerziehender Mütter. Die Oberstufenschule Gommiswald-Rieden-Ernetschwil hilft mit.

VON DANIEL SCHMUCKI

Die finanziellen Mittel erarbeiten sich die beiden zusammen mit den Waisenkindern selber. Musiktrommeln aus Holz, Fell und Leder werden mit einfachsten Mitteln in hoher Qualität hergestellt und anschliessend in Ghana und der Schweiz verkauft. Natürlich lebt das ganze Projekt auch dank Spenden aus der Schweiz.

Finanzielle Situation schwierig

Die wachsende Zahl der Waisenkinder verlangt nach einem grösseren Haus, welches auch die Möglichkeit bietet, die Kinder schulisch zu unterstützen. Nur Kinder mit Schulbildung haben in Ghana eine Chance eine Arbeit zu finden.

Das Projekt für das neue Waisenhaus, genannt Zion-House, Ist bereits recht weit fortgeschritten. Das Grundstück wurde gekauft. die Baupläne zur Bewilligung eingereicht und die Grenzpfeiler in den Boden eingeschlagen. Ebenfalls wurde bereits das Land gerodet und einige Bausteine hergestellt.

Zum Glück konnte eine Wasserleitung zum Grundstück gezogen werden. somit müssen die Frauen kein Wasser mehr den Hügel hinauftragen zur Produktion der weiteren Bausteine. Das Zion-House wird sich zirka eine Stunde Autofahrt ausserhalb der Hauptstadt Accra befinden, im Dorf Hebron. Für die weiteren Investitionen benötigen Daniela und Amon dringend Unterstützung, da die Wirtschaftslage in Ghana rapid schlechter wurde und der Absatz an Trommeln stagniert.

Oberstufenschule Gommiswald-Rieden-Ernetschwil hilft

Die 1. Realklasse mit Ihrem Klassenlehrer Daniel Schmucki bietet Daniela und Amon ihre Hilfe an. Nach zähen Visa-Abklärungen kann Daniela zusammen mit Amon im November/Dezember In die Schweiz einreisen. Die Oberstufe wird die beiden während dieser Zeit In vielfältiger Weise in den Unterricht integrieren. Das fächerübergreifende Schulprojekt Zion-House Ghana hat seinen Höhepunkt mit einer Benefizveranst&Itung im Gemeindesaal in Gommiswald.

Bis dahin bearbeiten die Schüler das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln. So üben die Schülerinnen und Schüler Im Turnen afrikanische Tänze, singen und spielen afrikanische Lieder im Musikunterricht und die Hauswirtschaftslehrerin kocht mit der 3. Sekundarklasse feine Gerichte aus Ghana. Im Werken werden dazu benötigte Holzlöffel geschnitzt. Plakate und Rundschreiben gestaltet die 1. Realklasse im Deutschunterricht sowie im Bildnerischen Gestälten.

Benefizanlass am 1. Dezember

Daniela Rüdisüll und Amon Kotey werden an diesem Benefizabend ihr Projekt einem breiten Publikum vorstellen. Die 1. Real- und die 3. Sekundarklasse sorgen für ein attraktives Rahmenprogramm mit Musik, Tanz, Kunst und Kulinarischem. Es besteht auch die Möglichkeit handgemachte Trommeln zu erwerben. Der Abend beginnt um 20 Uhr. Davor findet im Eingangsbereich zum Gemelndesaal die Adventsfenster-Aktion 2000 mit der Öffnung das 1. Adventsfensters statt. Alle Interessierten sind ab 18.30 Uhr herzlich zu Kaffee und Kuchen eIngeladen. Wer Daniela Rüdisüli und Amon Kotey mit ihren Trommeln aus Chana schon vorher In Aktion sehen möchte, hat die Möglichkeit am Weihnachtsmarkt des Kultur- und Fretzeitforums vom 25./26. November Im Gemeindesaal in Gommiswald dies zu tun.

Zion-House Ghana als Ziel

Mit diesem Projekt möchte der Klassenlehrer mehrere Ziele erreichen. Erstens einen hohen Spendenerlös zu Gunsten des Zion-Houses von Daniela und Amon. Zum zweiten sollen die In grosser Zahl vorhandenen Spender Informationen aus erster Hand über den Stand der Arbeit erhalten. Drittens hängen am Projekt viele schulbezogene Ziele (wie Zusammengehörigkeitsgefühl unter Real- und Sekundarschülern fördern), fächerübergreifenden Unterricht auf der Realstufe einsetzen oder die Zusammenarbeit unter Lehrkräften verstärken.

 

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NEWS

Fokus Mädchen

Am 18. Juli 2011 konnten 8 weitere Mädchen mit einer Hausmutter in das neu gebaute Mädchenhaus in Hebron einziehen.



Erfolgsgeschichten

Inzwischen haben 26 Jugendliche ihre Ausbildung abgeschlossen und führen nun ein selbstbestimmtes Leben.
Hier drei Rückblicke von ehemaligen Strassenkindern.


Bericht in 10vor10

Das Schweizer Fernsehen zeigte am 20. November 2009 in der Sendung 10vor10 einen Bericht über CFC. Bericht als Quicktime Film ansehen.
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